Ihre Klinik für interdisziplinäre Diagnostik
und Therapie von Schwindel

Prof. Dr. med.
Stefan Hegemann

Spezialist für
Gleichgewichtsstörungen

schwindelspezialist@hin.ch

Balance Clinic

Nüschelerstrasse 49
CH—8001 Zürich

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Öffnungszeiten:

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Was ist Schwindel?



Schwindel ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das durch verschiedene Ursachen oder Krankheiten ausgelöst werden kann. Es führt zu Störungen des Gleichgewichts und der Orientierung, geht häufig einher mit Übelkeit und gelegentlich mit Erbrechen. Das Symptom nimmt mit dem Lebensalter zu und führt zu vermehrten Stürzen. Durch das Symptom Schwindel wird die Lebensqualität massiv eingeschränkt. Es kommt häufig zu Ängsten, Depressionen und sozialem Rückzug.

Welche Ursachen führen zu Schwindel?



Gutartiger Lagerungsschwindel
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Der gutartige Lagerungsschwindel, offiziell „Benigne Paroxysmaler LagerungsSchwindel“ (BPLS) oder englisch „Benigne Paroxysmal Positional Vertigo“ (BPPV) ist die häufigste Ursache für Schwindel. Bei etwa einem Drittel aller Patienten mit Drehschwindel ist BPLS die Ursache. Es kommt zu Drehschwindelattacken, die durch Änderung der Kopfposition ausgelöst werden.
Mit dem Erlernen von Diagnose und Behandlung dieser Erkrankung begann für Prof. Hegemann 1992 der Einstieg in Klinik und Forschung der Gleichgewichtsstörungen.

Morbus Menière / Menière Syndrom
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Der M. Menière oder besser das Menière Syndrom ist gekennzeichnet durch die Symptome
  • Drehschwindel
  • Hörminderung
  • Tinnitus und/oder
  • Ohrdruck
  • die typischerweise gleichzeitig auftreten. Sehr wahrscheinlich gibt es verschiedene Ursachen, die diese Symptome auslösen können. Im Einzelfall ist aber eine genaue Diagnose der Ursache fast nie möglich. Als ein Kennzeichen für diese Erkrankung gilt der endolymphatische Hydrops, also eine Vermehrung einer der beiden Innenohrflüssigkeiten. Diese ist erst seit 2007 beim Lebenden von der Perilymphe durch eine spezielle MRI-Technik zu unterscheiden. Für eine Verbesserung dieser Technik wurde Prof. Hegemann 2014 der Innovationspreis der ADANO verliehen. Mit der Diagnostik und Behandlung dieses Syndroms hat er herausragende Erfahrungen.

    Akute periphere Vestibulopathie (aPVP)
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    Die aPVP wird oft fälschlicherweise auch „akuter Gleichgewichtsausfall“ oder Neuritis vestibularis genannt. Sie betrifft aber oft nicht alle Teile (Rezeptoren) des Gleichgewichtsorgans. Sie führt zu plötzlichem Drehschwindel, der meist über Tage andauert und üblicherweise von Übelkeit und Erbrechen begleitet ist.
    Sehr wichtig ist bei o.g. Symptomen eine schnelle Untersuchung durch einen erfahrenen Arzt, weil ein Hirninfarkt sehr ähnliche Symptome auslösen kann. Dieser ist durch genaue klinische Diagnostik in den ersten drei Tagen sogar besser zu erkennen als durch ein MRI.
    Bis heute gibt es kein evidenzbasiert anerkanntes Verfahren zur Heilung oder Verbesserung dieser Erkrankung. Eine gross angelegte Studie, die viele offene Fragen klären soll wurde von Prof. Hegemann angeregt und bei der EU (Horizon 2020) eingereicht. Bei Bewilligung wird er sich in der Klinik Hirslanden an der Studie beteiligen.

    Perilymphfistel, Superior Canal Dehiscence Syndrom
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    Dieses seltene Syndrom hat mehrere relativ typische Symptome:
  • Überempfindlichkeit für körpereigene Geräusche, die eine Schalleitungsschwerhörigkeit vermuten lassen können und wegen dieser Fehldiagnose sogar zu unnötigen Operationen geführt haben.
  • Schwindelprovokation durch laute Geräusche (Tullio-Phänomen)
  • Schwindelprovokation durch Druckänderungen (Hennebert-Zeichen)
  • Ursache ist eine Knochenlücke zumeist im vorderen vertikalen Bogengang. Durch eine Operation kann die Lücke geschlossen werden und die Symptome verschwinden. Es gibt aber verschiedenen Arten der Operation, die erwogen werden sollten. Wann eine OP angezeigt ist, muss ebenfalls gut überlegt sein. Prof. Hegemann ist sehr erfahren mit diesem seltenen Krankheitsbild.

    Vestibularis-Schwannom (VS)
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    Das VS ist ein gutartiger Tumor des Gleichgewichtsnerven, der sehr langsam wächst, aber über die Jahre zu einem schleichenden Schaden an Hör- und Gleichgewichtsnerven führt.
    Wegen des langsamen Wachstums treten oft keine Schwindelattacken auf und eine allmähliche Gewöhnung an den Schaden ist häufig. Die Erkrankung wird oft erst wegen zunehmender Hörschädigung diagnostiziert. Es können aber auch Schwindelattacken oder Hörstürze ausgelöst werden.
    Obwohl Prof. Hegemann nicht operiert, hat er in der Diagnostik und Beratung betroffener Patienten sehr grosse Erfahrung.

    Vestibuläre Migräne (VM)
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    VM ist eine Erkrankung, die nahezu jede Art von Schwindel imitieren kann und für die es keine beweisende diagnostische Untersuchung gibt. Daher muss jeder Patient mit Schwindel ausführlich nach Migränesymptomen befragt werden. Die Diagnose richtet sich vorwiegend nach der individuellen Patientengeschichte, bleibt aber trotz vieler durchgeführter Tests oft schwierig. Ansprechen auf eine Migränetherapie ist oft ein wesentlicher Hinweis auf die Diagnose. Als Neurologe und HNO-Arzt ist Prof. Hegemann sowohl in Diagnostik als auch Behandlung der Migräne bestens bewandert und kennt die wichtigen Differentialdiagnosen.

    Vestibuläre Paroxysmie
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    Sekundenlange Drehschwindelattacken, die mehrfach am Tag auftreten können, sind die typischen Symptome. Sie werden ausgelöst durch Kontakt einer Hirnarterie zu einem Gleichgewichtsnerven, was im MRI sichtbar gemacht werden kann, wobei das auch bei vielen Menschen ohne die Symptome besteht. Beweisend ist die Wirkung eines nervenstabilisierenden Antiepileptikums. Eine Operation ist neben dem Antiepileptikum eine letzte Therapiemöglichkeit.

    Schlaganfall
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    Symptome eines Schlaganfalls treten meist sehr plötzlich auf und können denen einer peripheren Vestibulopathie (s. o.) sehr ähnlich oder sogar identisch sein.
    Insbesondere Kleinhirn- und Hirnstamminfarkte sind zumeist schnell zu diagnostizieren, weil sich typische neurologische Symptome bilden. Gelegentlich kann aber auch Schwindel als einziges Symptom eines Hirninfarktes auftreten. Andere Zeichen, die auf eine Hirnschädigung hinweisen, können von einem erfahrenen Neurologen mit einfachen Mitteln schnell erkannt werden. Diese werden nur häufig auch von Neurologen übersehen. Insbesondere gezielte Untersuchungen der Augenbewegungen (sog. HINTS) sind hier ausschlaggebend, aber auch bestimmte Sensibilitätsprüfungen können sehr wichtige Hinweise liefern.
    Falls ein Schlaganfall diagnostiziert wird, ist die ausführliche Abklärung von Gefässrisikofaktoren und kardialen Ursachen wichtig, um das Risiko für erneute Infarkte zu minimieren. Zur Symptombehandlung ist auch hier Physiotherapie die wesentliche Behandlungsmassnahme. Prof. Hegemann hat als ehemaliger Oberarzt einer Stroke-Unit grosse Erfahrung in der Diagnostik und Therapie.

    Hirntumor
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    Ein Hirntumor kann verschiedene Arten von Schwindel hervorrufen. Der Schwindel kann lage- bzw. positionsabhängig sein, aber auch als plötzlicher Drehschwindel auftreten. Rezidivierende Schwindelattacken sind eher eine Ausnahme. Andere neurologische Zeichen, die einen Tumor vermuten lassen, sollten untersucht werden.

    Kardiologische Erkrankungen
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    Das Innenohr ist sehr abhängig von ausreichender Blutversorgung, weil es keine Kollateralgefässe für seine Versorgung hat. Daher führen Blutdruckabfälle sehr oft als erstes Symptom zu Schwindel. Blutdruckabfälle können bei Herzrhythmusstörungen auftreten oder bei verminderter Auswurfleistung des Herzens. Bestimmte Zeichen machen eine kardiologische Abklärung sinnvoll.

    Psychogener Schwindel (persistent postural perceptual dizziness, PPPD)
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    Schwindel jeder Art wirkt sich meist sehr rasch negativ auf den psychischen Zustand jedes Patienten aus. Es können aber auch psychische Störungen Schwindel verursachen. Dazu zählt v.a. der phobische Schwankschwindel. Es handelt sich um Angststörungen, die zumeist einen Schwankschwindel verursachen. Dieser tritt häufig, aber nicht immer, in bestimmten Situationen auf, die dem Patienten Angst machen. Andere Ängste wie Höhenangst, etc. können ein erster Hinweis darauf sein.
    Bei phobischem Schwindel ist eine kognitive Verhaltenstherapie nachgewiesenermassen und bereits nach wenigen Sitzungen hilfreich. Alternativ können auch angstlösende Antidepressiva verabreicht werden.


    Die Ursache des Symptoms zu finden und zu behandeln ist oft kompliziert und schwierig, weshalb es nur wenige Spezialisten gibt, die das Symptom und alle seine verschiedenen Auslöser erkennen können.
    Sehr wichtig ist in jedem Fall eine umfassende Untersuchung des Patienten. Häufig ist der Schwindel schnell und einfach zu heilen.

    Die Behandlung durch Spezialisten



    Prof. Hegemann

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    Stefan Hegemann

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    Prof. Hegemann wurde 2009 an der Universität Zürich (UZH) habilitiert für das Gebiet Otolaryngologie, Neurootologie, also für das Spezialgebiet, welches sich vornehmlich mit Schwindel befasst und verfügt als einziger habilitierter Neurootologe in der Schweiz, in Europa und sehr wahrscheinlich in der ganzen Welt über die beiden Facharzttitel, die für die meisten organischen Ursachen von Schwindel zuständig sind, nämlich über den Facharzt in Otorhinolaryngologie (ORL) bzw. Hals-, Nasen- Ohren-Heilkunde und über den Facharzt in Neurologie.

    Langjährige Erfahrung

    Mit dem Symptom Schwindel befasst er sich klinisch und wissenschaftlich seit dem Beginn seiner ärztlichen Tätigkeit (1991).

    Forschungserfolge

    In Zürich hat er in interdisziplinärer Zusammenarbeit sowohl Grundlagenforschung betrieben, als auch die Diagnose von Schäden des Gleichgewichtssystems verbessert und sogar die klinische Behandlung von Innenohrerkrankungen (Hörsturz) entscheidend verbessert.


    > Forschung Prof. Dr. med. Hegemann (PDF)

    > CV Prof. Dr. med. Hegemann (PDF)

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